Die deutsche Fondsbranche hat bis Ende September 2025 ein starkes Jahr erlebt: Insgesamt flossen den Fondsgesellschaften netto 91,5 Milliarden Euro neue Mittel zu. Davon entfielen laut dem Fondsverband BVI allein 68,5 Milliarden Euro auf offene Publikumsfonds – der höchste Absatz seit dem Rekordjahr 2021, als diese Fonds in den ersten neun Monaten 85,8 Milliarden Euro einsammelten.
Besonders gefragt waren Aktienfonds, die 37,0 Milliarden Euro an Nettozuflüssen verbuchten – davon 33,5 Milliarden Euro in Aktien-ETFs. Auch Rentenfonds konnten mit 26,7 Milliarden Euro neuen Geldern kräftig zulegen. Innerhalb dieser Kategorie dominierten Fonds, die in kurzlaufende Anleihen bis drei Jahre Restlaufzeit (15,8 Milliarden Euro) und Unternehmensanleihen (9,8 Milliarden Euro) investieren.
Geldmarktfonds erhielten 6,5 Milliarden Euro, während Mischfonds mit 2,8 Milliarden Euro leicht positive Zuflüsse verzeichneten. Dagegen mussten Immobilienfonds deutliche Abflüsse hinnehmen: Netto flossen 5,7 Milliarden Euro ab – davon allein 2,1 Milliarden Euro im dritten Quartal. Hintergrund ist die zwölfmonatige Kündigungsfrist für Fondsanteile, die nach dem 21. Juli 2013 erworben wurden.
Das Neugeschäft mit offenen Spezialfonds – vor allem für institutionelle Anleger – hat sich gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt: von 13,3 auf 25,7 Milliarden Euro.
Das von den Fondsgesellschaften verwaltete Gesamtvermögen in Deutschland erreichte zum 30. September 2025 einen neuen Höchststand von 4.756 Milliarden Euro – ein Zuwachs von über sechs Prozent seit Jahresbeginn (4.472 Milliarden Euro). Den größten Anteil machen offene Spezialfonds mit 2.253 Milliarden Euro aus, gefolgt von offenen Publikumsfonds mit 1.782 Milliarden Euro, Mandaten (657 Milliarden Euro) und Geschlossenen Fonds (63 Milliarden Euro).
Bei den Publikumsfonds liegen Aktienfonds mit 887 Milliarden Euro klar vorn. Ihr Volumen hat sich in den letzten zehn Jahren von 290 Milliarden Euro auf fast das Dreifache erhöht – ein durchschnittliches Wachstum von rund zwölf Prozent pro Jahr. Auf Aktien-ETFs entfallen 378 Milliarden Euro, ein Plus von 19 Prozent seit Jahresbeginn. Mischfonds folgen mit ebenfalls 378 Milliarden Euro, während Rentenfonds 292 Milliarden Euro verwalten. Unter ihnen bilden Fonds mit kurzlaufenden Anleihen (96 Milliarden Euro) die größte Gruppe. Immobilienfonds bringen es auf 115 Milliarden Euro, Geldmarktfonds auf 61 Milliarden Euro.




















