Start Allgemeines Geldanlage 2025: Viele Deutsche bleiben trotz Inflation an der Seitenlinie

Geldanlage 2025: Viele Deutsche bleiben trotz Inflation an der Seitenlinie

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Im Jahr 2025 war das Thema Geldanlage für viele Deutsche angesichts anhaltender Inflationsrisiken von hoher Bedeutung. Dennoch legte laut einer Umfrage der Norisbank rund ein Viertel der Befragten überhaupt kein Geld an. Der Anteil der Nicht-Anleger lag bei 25,4 Prozent und damit um 1,7 Prozentpunkte höher als im Vorjahr (2024: 23,7 Prozent). Damit verzichteten viele nicht nur auf mögliche Zinserträge, sondern nahmen auch einen realen Wertverlust ihres Ersparten in Kauf.

Zwar wuchs das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Geldanlage, doch fehlte 2025 vielen Haushalten der finanzielle Spielraum. Besonders deutlich zeigte sich dies bei Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 2.500 Euro, die deutlich seltener Geld zurücklegen konnten. Auch das Alter spielte eine wesentliche Rolle: Vor allem ältere Menschen verzichteten häufiger auf Geldanlagen. In der Altersgruppe 50plus legten 28,3 Prozent kein Geld an, bei den 40- bis 49-Jährigen waren es 27,6 Prozent. Deutlich niedriger fiel der Anteil bei den 30- bis 39-Jährigen mit 16,1 Prozent aus. Bei den 18- bis 29-Jährigen lag der Wert bei 21,9 Prozent.

Insgesamt zeigt sich für 2025 ein eher zurückhaltendes Anlageverhalten. Mehr als die Hälfte der Befragten (52,1 Prozent) gab an, ihr Anlageverhalten im Vergleich zu den Vorjahren nicht verändert zu haben. Gegenüber 2024 entspricht dies einem Anstieg um 1,5 Prozentpunkte. Auch hier treten klare Generationenunterschiede zutage: In der Gruppe der über 50-Jährigen hielten 58,9 Prozent an ihrem bisherigen Verhalten fest. Die größte Veränderungsbereitschaft zeigten hingegen die 18- bis 29-Jährigen, von denen nur 39,4 Prozent keine Anpassung ihres Anlageverhaltens vornahmen.

Ein Blick auf die Entwicklung der bevorzugten Anlageformen in den Jahren 2024 und 2025 sowie auf die Pläne für 2026 verdeutlicht, dass sich die Zurückhaltung vieler Anleger bislang nur langsam auflöst und strukturelle Faktoren wie Einkommen und Alter weiterhin einen starken Einfluss auf die Geldanlage haben.

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