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Keine Trendwende bei Edelmetallen

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Der Rohstoffsektor gab im September 2018 erneut ein gemischtes Bild ab. Gold schloss mit minus 1,1 Prozent den sechsten Monat in Folge im negativen Bereich und rutschte wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 1.200 US-Dollar pro Feinunze. Silber beendete den Monat bei 14,65 US-Dollar, was einem Plus von 1,0 Prozent entspricht. Der Abstand zwischen dem Gold- und Silberpreis war zwischenzeitlich so groß wie seit 23 Jahren nicht mehr.

Dazu Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer von Stabilitas: „Obwohl die Shortpositionen im Edelmetallbereich Monat für Monat wachsen, hat der Markt bislang nicht gedreht. Zu welchem Zeitpunkt die Spekulanten ihre Gewinne mitnehmen und eine Trendwende einsetzt, ist aber aktuell noch nicht abzusehen.“

Zum ersten Mal in diesem Jahr beendeten sowohl Platin als auch Palladium den Monat im Plus. Palladium preschte voran und legte um 9,6 Prozent zu. Mit einem Monatsschlusskurs von 1.083 US-Dollar pro Feinunze bewegt es sich wieder in der Nähe seines Jahreshochs. Platin schloss mit plus 3,7 Prozent bei 816 US-Dollar. „Es gibt vorsichtige Hinweise darauf, dass sich der Markt auf steigende Kurse bei den Industrie- und den Platingruppenmetallen einstellt. Das ist auch am Rhodiumpreis zu sehen, der sich in den letzten zwölf Monaten mehr als verdoppeln konnte“, so Siegel.

Brent-Öl erlebte erneut einen starken Monat. Mit einem Monatsgewinn von 5,8 Prozent und einem Schlusskurs von 82,72 US-Dollar pro Barrel ist das schwarze Gold stark wie seit November 2014 nicht mehr. „Ein Teil der Erklärung für die aktuelle Entwicklung bei Öl könnten die drohenden Sanktionen gegenüber Iran sein. Nicht vergessen sollte man außerdem die schwierige Situation im ölproduzierenden Venezuela. Insgesamt spiegelt sich im steigenden Preis aber auch die weiterhin robuste Weltkonjunktur wieder“, sagt Siegel abschließend.

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von factum
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