Unternehmen mit geringer Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen haben in den vergangenen zwei Jahren deutlich besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt. Das zeigt eine Analyse von S&P Dow Jones Indices.
Klare Outperformance ressourcenschwacher Unternehmen
Die Ergebnisse sind eindeutig:
Firmen mit niedriger Naturabhängigkeit übertrafen den Markt um 13,8 % (bis Juli 2025)
Unternehmen mit hoher Abhängigkeit blieben deutlich zurück
Damit wird ein struktureller Trend sichtbar: Der Einfluss natürlicher Ressourcen auf Geschäftsmodelle wirkt sich zunehmend direkt auf die Kapitalmarktperformance aus.
Überraschung bei mittlerem Natureinfluss
Auch beim Eingriff in Ökosysteme zeigt sich ein differenziertes Bild:
Unternehmen mit mittlerem Natureinfluss erzielten die höchste Überrendite (+18,6 %)
Firmen mit besonders starkem ökologischen Fußabdruck schnitten unterdurchschnittlich ab
Das deutet darauf hin, dass nicht nur Vermeidung, sondern auch ein ausgewogenes Management von Naturressourcen entscheidend ist.
Technologiesektor als Haupttreiber
Ein wesentlicher Performancefaktor ist der Technologiesektor:
Geringe Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen
Gleichzeitig hoher Beitrag zur Gesamtmarktrendite
Demgegenüber stehen Branchen wie Energie, Industrie und Versorger:
Höhere Naturabhängigkeit
Geringerer Beitrag zur Performance
Biodiversität wird zum Investmentfaktor
Für Investoren ergibt sich daraus ein klarer Trend: Der Umgang mit Biodiversität und Ökosystemen entwickelt sich zu einem relevanten wirtschaftlichen Faktor.
Treiber dieser Entwicklung:
Zunehmende regulatorische Anforderungen
Wachsende globale Initiativen zum Naturschutz
Steigende Sensibilität von Investoren für ESG-Risiken
Fazit: Natur als Risiko- und Renditetreiber
Die Analyse zeigt, dass ökologische Faktoren nicht mehr nur ein ethisches Thema sind, sondern direkten Einfluss auf Renditen haben. Für Anleger bedeutet das: Naturabhängigkeit und Biodiversität sollten stärker in die Investmentanalyse integriert werden.




















