Start Allgemeines Wieder Überschreiten der Milliardenschwelle im Neugeschäft des Immobilien-Leasings

Wieder Überschreiten der Milliardenschwelle im Neugeschäft des Immobilien-Leasings

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Laut aktuellen Zahlen des Bundesverbands Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) ist das Neugeschäft für Immobilienleasing im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr von rund 0,8 auf 1,1 Milliarden Euro gestiegen. Damit wurde erstmals seit drei Jahren wieder die Milliardengrenze überschritten. In den Jahren 2020 und 2021 war das Neugeschäft in Folge der Corona-Pandemie auf 0,9 Milliarden Euro und 0,8 Milliarden Euro gesunken, nachdem es 2019 noch 1,7 Milliarden Euro betragen hatte.

Die steigende Nachfrage nach Immobilienleasing ist eine Reaktion auf die Kostensteigerungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, die den Liquiditätsbedarf von Unternehmen erhöhen. Unternehmen sehen im Immobilienleasing die Möglichkeit, Kapital aus ihren Immobilien freizusetzen und ihre Liquidität zu stärken, indem sie stille Reserven heben.

Klaus Busch, Geschäftsführer von Core Solutions, betont, dass solide aufgestellte Unternehmen mit langfristig tragfähigen Geschäftsmodellen von dieser Option profitieren können. Marcus Bender, ebenfalls Geschäftsführer von Core Solutions, prognostiziert weiteres Wachstum im Immobilienleasing für das laufende Jahr und darüber hinaus, da Anforderungen an Nachhaltigkeit und moderne Arbeitsumgebungen enorme Investitionen in Unternehmensimmobilien erforderlich machen.

Obwohl das Immobilienleasing mit rund 1,6 Prozent Anteil am gesamten Neugeschäftsvolumen ein kleines Segment innerhalb des Leasing-Marktes ist, verzeichnete die gesamte Leasing-Branche insgesamt ein leichtes Wachstum von 0,5 Prozent auf 69,9 Milliarden Euro im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr. Das Hauptgeschäft des Leasing-Marktes besteht aus dem Mobilienleasing, das 58,3 Milliarden Euro an Neugeschäft für 2022 verzeichnete, jedoch im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückging. Das schwache Wachstum in der Leasing-Branche wird auf das schwierige konjunkturelle Umfeld und die rückläufige Entwicklung im Fahrzeugbereich, dem größten Sektor der Branche, zurückgeführt.