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Immobilienfinanzierung – Zu hohe Vorausdarlehen von der Bausparkasse

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Immer mehr Verbraucher berichten uns in der Beratung, dass ihnen von Seiten ihrer Bausparkasse beim Abschluss eines Bausparvertrags zu einem weitaus höheren Vorfinanzierungsdarlehen geraten worden sei, als es für den Bau oder Kauf einer Immobilie nötig gewesen wäre. Der überschießende Betrag wird in Form einer Einmalzahlung in den Bausparvertrag eingezahlt, sodass entweder keine oder nur niedrige Sparraten anfallen oder der Bausparvertrag schneller zuteilungsreif wird.

Vorfinanzierungsdarlehen bzw. Vorausfinanzierungsdarlehen oder Vorausdarlehen sind Immobilienkredite, die in der Regel für die Dauer von zehn bis 15 Jahren geschlossen werden, um die Wartezeit bis zur Aufnahme des eigentlichen Bauspardarlehens zu überbrücken.

Warum zu hohe Vorfinanzierungsdarlehen ein Problem sind

Abschlusskosten steigen: Fällt das Vorausdarlehen höher aus, steigt gleichzeitig die Bausparsumme des dazugehörigen Bausparvertrags. Dies wiederum führt dazu, dass die Kosten für den Abschluss des Bausparvertrags nach oben gehen, weil diese in Prozent von der Bausparsumme bemessen werden.

Teure Zinsen: Die Zinsen für Vorfinanzierungsdarlehen sind vergleichsweise teuer. Je größer die Summe des Vorfinanzierungsdarlehens, desto höher die Zinsen – während das Bausparguthaben in der Regel nur mit 0,1 Prozent verzinst wird. Der Kauf oder der Bau einer Immobilie verteuert sich so spürbar.

Höhere Vorfälligkeitsentschädigung: Je größer das Gesamtvolumen des Vorfinanzierungsdarlehens, desto höher die Vorfälligkeitsentschädigung, die Darlehensnehmer beim vorzeitigen Verkauf der Immobilie an die Bausparkasse zurückzahlen müssen.

Die Bausparkassen locken mit niedrigen Sparraten und der Aussicht, das eigentliche Bauspardarlehen früher ausgezahlt zu bekommen. Doch die Rechnung geht für Verbraucher meistens nicht auf. Von den höheren Zinsbeträgen des Vorausdarlehens profitieren allein die Unternehmen.

Beitragseinahmen der privaten Bausparkassen steigen

Laut Geschäftsbericht des Verbandes der privaten Bausparkassen für das Jahr 2018 sind die Beitragseinnahmen der Bausparkassen in Hamburg im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gestiegen. Bundesweit lag der Zuwachs im Durchschnitt nur bei 0,4 Prozent. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass hinter den uns vorliegenden Fällen tatsächlich eine – zumindest in Hamburg – verbreitete Praxis der Bausparkassen steht.

Quelle: https://www.vzhh.de/themen/bauen-wohnen-energie/immobilienfinanzierung/zu-hohe-vorausdarlehen-von-der-bausparkasse

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